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IT Werkstatt


Projektbeschreibung IT-Werkstatt

Architekt: Kamm Architekten BDA Kalliopi Gkeka Stefan Kamm,
Silberburgstraße 129A, 70176 Stuttgart, www.kammarchitekten.de
Bauherr: Martin Metzger, Am Gehrenbach 8, 88167 Maierhöfen
Fertigstellung: 09.2010
Bruttogeschossfläche nach DIN 277 BGF 609qm
Brutto Rauminhalt BRI 2345 cbm

Architektur und Landschaft
Die schwierige Gründung in einem schlecht tragfähigen Grund schreckte bisher viele Bauherren ab. Wir nutzten die Chance in freier Landschaft ein ökologisches und nachhaltiges Gebäude zu realisieren.

Ausdruck und Material
Außen prägt das Erscheinungsbild des sonst kubischen Gebäudes die horizontale Band-Großverglasung. Die Brüstungen sind höher und niederer entsprechend den inneren Notwendigkeiten. Die Erschließungsrampe bringt den Besucher auf ca. 1.70m über das Gelände. Von innen erlebt nun der Betrachter die bis an das Gebäude geführte Landschaft erhaben. Der Blick kann in die Ferne schweifen. Innen wird das äußere strenge Konzept über frei eingeschnittene Öffnungen überlagert. Überraschende Durchblicke und Raumvernetzungen entstehen.

Die Holzart Weißtanne für Schindeln, Fenster und Akustik-Decke zusammen mit weißen Wänden und weißen Schrankeinbauten ist das gestaltende minimalistische Gestaltungskonzept. Der dunkle Eiche-Parkettboden bietet den notwendigen Kontrast.

Energiekonzept
Das IT Gebäude erfüllt annähernd die Anforderungen an ein Passivhaus. Hierfür dient eine ausgezeichnete Wärmedämmung (U-Werte kleiner als 0,15 W/m_K), Fensterelementen mit gedämmten Rahmenprofilen und 3-fach-Wärmeschutzverglasungen (Gesamtenergiedurchlassgrad g >= 0,50) und der besondere Wert auf die Luftdichtigkeit der Gebäudehülle (n50 <= 0,6 h-1) und eine effiziente Anlagentechnik.

Als anlagentechnisches Konzept wurde eine Lüftungsanlage mit hoher Wärmerückgewinnung (_WRG >= 85%) eingebaut. Hierbei wird die aus der Abluft zurück gewonnene Wärme wieder in die Funktions- und Aufenthaltsräume zugeführt. Die Abluft und Zuluft erfolgt über in die Decke integrierte Kanäle mit Schlitzauslässen. Der Volumenstrom der Lüftungsanlage beträgt im ausbalancierten Zustand 15 m_/h und Person. Dies ist für einen hygienischen Luftwechsel ausreichend und der Lüftungswärmeverlust bleibt begrenzt. Optional kann eine CO2-gesteuerte Volumenstromregelung erfolgen. 18 x 17m tiefe Bohrpfähle der Gründung wurden für Geothermie aktiviert. Die Wärmeerzeugung erfolgt über eine Geothermie-Wärmepumpe. Um die Anlage effizient zu betreiben, kommt ein Fußbodenheizsystem mit niedrigen Vorlauftemperaturen zum Einsatz. Die Großverglasungen der West- und Ostfassade bieten in den Wintermonaten bei Besonnung maximale solare Wärmegewinne. In den Sommermonaten hingegen werden die Räume vor zu starker Sonneneinstrahlung über außen liegende Sonnenschutzlamellen geschützt. Optional kann bei Verwendung der reversiblen Wärmepumpe diese zudem zur Kühlung der Räume über das Fußbodenheizsystem genutzt werden. Als schöner Nebeneffekt wird bei der Rückführung der Wärme in das Erdreich dieses für die Heizperiode regeneriert – die Effizienz der Anlage erhöht sich.

Innere Organisation
Der Zweibund ist gegliedert in 3 Gruppenbüros mit je einem Rückzugsraum als ‚Denkkapsel’, sowie je einer ‚Serverküche’ für Drucker und EDV, belichtet und sich nach außen abbildend über Lichtkuppeln. Auf der Westseite reihen sich klassische Büros an und eine Fräßwerkstatt. Geteilt wird das Gebäude quer über den durchgesteckten Eingangsbereich mit Lounge und angelagertem Seminarbereich. Seminarbereich mit Lounge können auch extern vermietet und genutzt werden.

Der ohne Brand- und Schallschutzanforderungen ausgeführte Erschließungsbereich vernetzt optisch die Büroeinheiten über Öffnungen und wirkt nicht wie ein klassischer Flur.

Tragwerk
Das eingeschossige Gebäude gliedert sich in einen Massivbauteil für die Bodenplatte mit Tiefergründung und einen Holzbauteil für das Erdgeschoss. Aufgrund der wenig tragfähigen Schichten des anstehenden Seetones ist eine Tiefergründung erforderlich. Der hierzu notwendige, lastverteilende Trägerrost über den Bohrpfählen wird dabei oberhalb des Geländes angeordnet, sodass die Bodenplatte ca. 1.50m über dem Gelände schwebt. Dies bietet neben der kostengünstigen Herstellung auch den Vorteil eines erhöhten Hochwasserschutzes im Bereich des anstehenden Maierhöfener Bachs.

Die Holzkonstruktion wurde aus einfachen, klar strukturierten Konstruktionselementen mit Holzständerwänden und Deckenbalken mit Dachscheibe gewählt. Nur im Bereich deckengleicher Wechsel kamen Stahlträger zum Einsatz.


Fotografie: Martin Rudau, Leutkirch, www.rudau.com
Textquelle: Kamm Architekten

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