Serielle Sanierung – Zukunft für den Altbau
Ausgangslage: Familienhaus mit Geschichte
Das ursprüngliche Wohnhaus wurde 1979 errichtet: Zwei Geschosse, oben wurde gewohnt, im unteren Bereich befanden sich ein Innen-Schwimmbad, eine Sauna sowie ein Sportraum. Ziel der Sanierung war es, aus dem Bestand zwei getrennt nutzbare Wohneinheiten zu schaffen – modern, traditionsbewusst und gleichzeitig altersgerecht und barrierefrei. Es war wichtig, das Elternhaus zu erhalten und gleichzeitig in eine Form zu bringen, die langfristig nutzbar ist – auch für die nächste Generation.
Die Bauphase begann mit einem ungewöhlichem Eingriff: Das alte Schwimmbad wurde mit Bauschutt verfüllt und darüber eine Bodenplatte gegossen. Die Kelleraußenwände erhielten eine zeitgemäße Dämmung, der Balkon wurde zurückgebaut und neu vorgehängt (Holzbau), um Platz für einen neuen Erker zu schaffen. Die vorgefertigten, gedämmten Fassadenelemente wurden anschließend wie ein zweites Hauskleid an die bestehenden Außenwände montiert. Auch neue Fensteröffnungen wurden eingesägt und passgenau integriert.

Das Ergebnis kann sich sehen – und erleben – lassen
Großzügige, helle Räume mit einem offenen Wohn-Ess-Bereich und natürliche Materialien prägen das neue Wohngefühl. Das Projekt zeigt beispielhaft, was serielle Sanierung leisten kann. Durch den gezielten Einsatz von vorgefertigten Bau-Elementen, verbunden mit architektonischen Änderungen, kann Bestand neu gedacht und für die Zukunft nutzbar gemacht werden.
Gestaltung im Vorarlberger Stil
- Rücksprünge in der Fassade, die dem neuen Baukörper Struktur geben.
- Innenausbau in Weißtanne, ergänzt durch Böden aus heimischer Esche.
- Wände mit mineralischem Kalkputz statt Lehm – langlebig, optisch ruhig und feuchtigkeitsregulierend.
Nachhaltige Haustechnik
- Warmwasser wird über eine Solaranlage bereitgestellt, eine zusätzliche Photovoltaik-Anlage unterstützt den Strombedarf.
- Im Winter wird das Haus über das Nahwärmenetz beheizt – damit ist das Objekt nahezu energieautark.
Vorteile der seriellen Sanierung
- Deutlich geringere Lärmemissionen.
- Wetterunabhängige Bauphasen.
- Bewohner können (je nach Umfang) während der Arbeiten im Haus bleiben.
- Ressourcenschonung durch Erhalt der Bausubstanz.
- Neuer Wohnraum entsteht dort, wo er gebraucht wird.

